In insgesamt neun Fachvorträgen wurden Themen wie Sport bei Osteoporose, die Rückkehr zu körperlicher Aktivität nach Hüftgelenkersatz, sportbedingte Herzmuskelentzündungen, Wirbelsäulenerkrankungen, Knieverletzungen im Wassersport sowie aktuelle Trends in der Sportmedizin beleuchtet. Zu den Referierenden gehörten auch Dr. med. Carsten Breß, Leitender Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, sowie Michał Konopelski, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am AMEOS Klinikum Ueckermünde.
Ein besonderer Höhepunkt war die Talkrunde mit dem Olympiasieger und mehrfachen Weltmeister im Diskuswerfen Lars Riedel. Im Gespräch mit Dietrich Lehmann, Geschäftsführer der ME-LE Energietechnik GmbH, sprach er über den Alltag eines Profisportlers, Regeneration und Motivation. Den Ausklang des ersten Veranstaltungstages bildete eine gemeinsame Fahrt mit der Pommernkogge UCRA. In maritimer Atmosphäre bot sie Raum für persönliche Gespräche und vertiefende fachliche Diskussionen jenseits des Vortragsprogramms.
Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen von Bewegung und Gesundheitsförderung. Knapp 50 Teilnehmende gingen auf zwei geführten Radtouren an den Start – wahlweise auf einer rund 70 Kilometer langen sportlichen Strecke oder einer etwa zehn Kilometer langen Tour zum Botanischen Garten in Christiansberg. Weitere 15 Wassersportlerinnen und Wassersportler probierten sich im Kanufahren und Stand-up-Paddling auf der Uecker aus.
Dr. med. Carsten Breß, Initiator des Symposiums und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie resümiert: „Medizin kennt keine Grenzen. Deshalb ist der persönliche Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und Polen so wertvoll. Das Symposium hat erneut gezeigt, wie viel wir voneinander lernen können. Die enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg trägt dazu bei, dass medizinisches Wissen schneller in die Versorgung gelangt und Behandlungen kontinuierlich verbessert werden. Dass dies an zwei Tagen in fachlicher Tiefe, persönlicher Begegnung und gemeinsamer Bewegung gelungen ist, freut mich besonders“.
Organisiert wurde das Symposium von der Gesundheitsregion Vorpommern, einem gemeinsamen Projekt der AMEOS Einrichtungen in Vorpommern und dem Ärztenetz HaffNet. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert, durch die Euroregion Pomerania gefördert und vom HaffNet Förderverein e. V. unterstützt.
Das Haff-Symposium der Sportmedizin erwies sich als wichtige Plattform für den deutsch-polnischen Wissenstransfer. Die Verbindung aus wissenschaftlichem Austausch, persönlicher Begegnung und gemeinsamer Aktivität stärkte dabei nicht nur die fachliche Vernetzung in der Region, sondern schuf Impulse, die langfristig den Patientinnen und Patienten auf beiden Seiten der Grenze zugutekommen können.

